Moseltour

                                                          Moseltour 2014

 

Eigendlich hatte ich zwei Wochen Urlaub . Leider wurde mir dieser aber von meinem Arbeitgeber um eine Woche gekürzt  . Das ist mehr als ärgerlich , weil ich eine andere Tour fahren wollte .

Ok , wir entschieden uns diese verbleibende Tage einen Kurztrip an die Mosel zu machen .

1. Tag

Sonntagmorgen gegen 7:00 ging es bei besten Wetter los . Diesmal nicht Landstraße sondern Autobahn , weil der Zielort Bruttig über 600 km entfernt ist . Die Fahrt war recht eintönig , BAB halt . Vor einem Abzweig nach Koblenz gab es dann eine Vollsperrung wegen einer Bombenentschärfung . Wir hatten aber Glück das sich noch kein Stau gebildet hat und sind dann doch noch in den Genuß gekommen auf die Landstraße auszuweichen . Die Anfahrt dauerte dadurch ein wenig länger , aber die Gegend entschädigte dafür . 

Gegen 17:00 sind wir am Zielort aufgeschlagen . Eine schöne kleine Pension , Zimmer mit Balkon , direkt an der Mosel .  

               

                                                                               Die Pension

             

                                                                              Der Blick vom Balkon

Wir haben erstmal die Klamotten verstaut , frisch gemacht und zu Fuß die Ortschaft erkundet . Irgendwie mußten die steifen Knochen bewegt werden . Bruttig ist eine kleine hübsche Ortschaft in der Nähe von Cochem ( 7 km ) . Die Auswahl auf diesen Ort fiel rein zufällig . Erwies sich aber als Ideal . Von hier konnte man einige Aktivitäten unternehmen . 

Das Abendbrot haben wir in unserer Pension eingenommen , wie es sich gehört mit Hauseigenem Wein runtergespült , lecker . Danach hatten wir auch die nötige Bettschwere .

2. Tag

Der Morgen begann um 8:00 Uhr mit einem schönen Frühstücksbuffet . Dann wurde es aber ungemütlich . Meine bessere Hälfte war der Meinung sich eine Burg anzusehen . Oh no , das muß doch nicht sein , zu warm . Aber Sie bestand darauf (9:00, Temp. 22 °C )  .

Wir sind mit den Bus nach Cochem gefahren . Das ist praktisch , mit einer Gästekarte die man in den Hotels und Pensionen umsonst bekommt , kann man die Öffentlichen gratis benutzen .

Cochem war schon recht voll mit Besuchern , naja Hauptsaison . Aber wir " wollten " ja unbedingt eine Burg ansehen und stiefelten den Berg hoch ( ca. 26 °C mittlerweile ) . Warum müssen Burgen eigendlich immer auf 10 km hohen Bergen liegen ? 

Nach gefühlten 8 Std. und einer Steigung von mindestens 80 % erreichten wir die Burg . Na toll , nicht nur das der von mir  unterwegs bestellte Rettungshubschrauber nebst  Sauerstoffzelt nicht angekommen war , nein , die Burg war auch völlig kaputt . Ich übrigens auch .

             

             

                                                            Alles kaputt , aber ein schöner Ausblick

             

             

Der Abstieg war dann schon angenehmer . Pff...sagte ich angenehmer ? Bei mittlerweile 30°C wohl nicht wirklich . Der Rettungshubschrauber ist immer noch nicht in Sicht .

Unten angekommen war eines klar : Ab in die Pension duschen , wir waren ein wenig "durchgeweicht".

Aber hartnäckig wie wir nun mal sind , haben wir erfrischt doch noch einen Bummel durch Cochem gestartet .  Mit der Seilbahn  haben wir noch einen Berg erstürmt . Endlich mal nicht klettern . Naja , nicht so meins . Bin nicht grad der so schwindelfrei ist . Am höchsten Punkt der Seilbahn hab ich verzweifelt die Tüten gesucht die man auch in Flugzeugen bekommt , waren aber schon alle . Nee so schlimm war es nicht . Auf der Bergstation konnte man die herrliche Aussicht genießen . Wir haben den Kalorienverbrauch mit einem Eis aufgefüllt und sind wieder zur Stadt runter .

Cochem lohnt sich wirklich , eine schöne alte Stadt mit vielen kleinen Geschäften , Gaststätten und Weinstuben .

Trotz des Touristenbooms kann man hier schön schlendern und günstig Essen . Was dann auch unser Ziel war , schließlich mußten wir uns ja auch stärken .

Gegen Abend trudelten wir in unser Headquarter ein und ließen den Abend auf der Pensionsterrasse mit einem Glas Wein ausklingen .  

3. Tag

Da wir ja so ein wenig auf Kultur machen wollten durfte es natürlich nicht fehlen Deutschlands älteste Stadt zu besuchen , Trier .

Die ca . 70 km fuhren wir durch die schöne Landschaft , mit reichlich Serpentinen und Höhenmetern gespickt . Das Wetter meinte es heute wieder gut , aber nicht ganz so heiß . In Trier machten wir uns zu Fuß auf Stadtbesichtigung . Die für Touristen obligatorische Stadtrundfahrt durfte dabei ebnso wenig fehlen wie das besichtigen von historischen Gebäuden .

              

             

            

            

                Für Trier sollte man sich schon ein wenig Zeit lassen , es gibt wirklich einiges zu sehen .

Für die Rückfahrt haben wir uns eine andere Strecke ausgesucht , war nur ein kleiner Umweg , der sich aber von den Aussichten her gelohnt hat

             

           

              Ein großes Projekt diese Brücke , leider unscharf und nicht ganz drauf bekommen auf die Pocketcam .

Nach der schönen Heimfahrt sind wir noch in einem Weingut in Bruttig eingekehrt um den Tag bei Steak und Wein ausklingen zu lassen .

4. Tag

Heute ist ein wenig ausspannen angesagt . Als Biker ist man es ja schließlich nicht gewohnt solange zu Fuß unterwegs zu sein wink . Mit den öffentlichen ging es früh wieder nach Cochem . Die Besichtigung der Reichsburg stand auf dem Zettel . Wir haben uns der Führung angeschlossen , schließlich möchte man ja auch was über die Geschichte der Burg erfahren . Ist lohnenswert , nicht teuer (5.-€ p.P) das ost ok .

             

                              Leider war die Sicht noch ein wenig vernebelt , lag aber nicht an dem Wein

           

            

            

Die Reichsburg ist wirklich ein Besuch wert . Imposantes Gebäude und die Ausstattung erstmal . Wenn man bedenkt , das die Burg früher unter anderem einmal ein Sommersitzt eines reichen Engländers war , der diese wieder restaurieren ließ , alle Achtung .

Nach dieser Kulturellen Bereicherung und in der Zeit zurückversetzt hatten wir einen kühnen Plan .  

Wir kapern ein Moselschiff  , was uns auch in Cochen gelungen ist . Wir sind Flußaufwärts unterwegs Richtung Bleistein . Das war mal gemütlich , schön in der Sonne relaxen und die Landschaft vom Wasser aus zu sehen . Das ist ja mein Ding . In Bleistein angekommen , kam das böse erwachen : wieder zu Fuß eine Burg anschauen . Wir sind aber nicht bis nach oben gegangen sondern haben uns im Restaurant verwöhnen lassen und die Sonne und Aussicht genossen .

 

            

                                                                           Burg Beilstein

Die Rücktour wieder locker mit dem Schiff , allerdings haben wir beschlossen eine Station vorher auszusteigen und den Weg zur Pension zu Fuß an der Mosel zurückzulegen .

So ausgepowert  schleppten wir uns auf die Terrasse und haben den ausgeschwitzten Körperhaushalt mit Wein wieder auf Trab gebracht .

 5. Tag

Luxemburg steht heute auf dem Zettel . Wenn man schon in der Gegend ist kann man ruhig einen Abstecher dahin machen . Ok ist ca 100 km entfernt , aber über Landstraße ist der Weg das Ziel .

In Luxemburg fing unsere Stadbesichtigung mit der Altstadt an , führte uns über die schöne Innenstadt hin zur historischen Stadtmauer , wo ein Besuch der Katakomben natürlich nicht fehlen durfte .

             

                                                                            Altstadt

            

                                     Luxemburg vereint historische Gebäude mit modernster Baukunst

           

                                                                   Blick von der alten Stadtmauer

Die Fahrt nach Luxemburg hat sich gelohnt . Interessante Gebäude , freundliche ausgeglichene Menschen . Man fühlt sich wie in Frankreich , da hier überwiegend französich gesprochen wird . Spricht man aber jemanden an , so wird einem in perfekten Deutsch geantwortet und das Akzentfrei . Eben ein Multikultiland .    

Tanken macht hier auch Spaß , der Liter für 1,32 .-€ . Der einzige Wermutstropfen war die Parkgebühr . Im Parkhaus untergestellt für 6 Std schlappe 9.-€  . Der Rückweg über Landstraße war wieder super .

               

             

            

In der Pension angekommen haben wir es uns nicht nehmen lassen noch ein zwei andere Weine des Weingutes zu probieren , mit Blick auf die Weinberge , der Mosel und den vorbeifahrenden Schiffen .

6. Tag 

Der Tag der Abreise ist da , gut gestärkt fuhren wir nach Dortmund um noch ein paar Verwandte zu besuchen . Gegen 20:30 Uhr machten wir uns aber wieder auf die Spur Richtung Potsdam . Die Bahn war recht voll , sind aber ohne Stau zügig durchgekommen . Gegen 01:00 Uhr sind wir zu Hause angekommen .

Fazit :

Die Mosel ist eine Reise wert . Ein Eldorado für Biker , Serpentinen und wunderschöne Aussichten . Oder einfach direkt an der Mosel cruisen , herrlich . Bikes aus den Niederlanden und Großbritannien sowie Frankreich sieht man hier reichlich . Erstaunlicherweise waren die Straßen trotz Haupsaison sehr leer .

 

Die Pensionen sind von ab 25.-€ recht günstig . Auch Essen in Gaststätten und Restaurants sind nicht überzogen , von 7,50.- 15,00.-€ bekommt man schon Menues . Naja und der Wein.....überall Weinverkostungen , Weingüter , Weingaststätten und der schmeckt ! Wer nicht nur biken möchte kann überall Fahrräder mieten , auch für die Wanderlustigen gibt es viel zu sehen , eine Menge Wanderwege gilt es zu erkunden .

 

Campingplätze sind  auch  reichlich vorhanden , da sollte es kein Problem sein eine Unterkunft zu finden .

Mein Tip :

Zu den Weinfesten die hier Stattfinden sind Unterkünfte rar . Wenn Ihr auf feiern nicht sooo viel Wert legt , fahrt in der Vor/Nachsaison . Oder bucht rechtzeitig .

 

 

 

 

 

 

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