Schweden 2013

 

 

 

Tag 1 :

Wenn man auf den Urlaub wartet zieht sich die Arbeitswoche bekanntlich ins Unendliche.

Aber dann war es soweit,Donnerstag noch meine Frühschicht absolviert und nach Hause.Die Transalp stand schon fertig gepackt in der Garage.Schnell noch einen Happen Essen und gegen 17:00 Richtung Rostock aufgebrochen.Die Fahrt war langweilig,ich hatte mich für die Autobahn entschieden,ist halt schneller. 

Ich hatte mir diesmal eine Kabine gegönnt.Kostet zwar fast soviel wie die eigendliche Überfahrt,macht aber nach einen so langem Tag Sinn.Man kann ordentlich Duschen und außerdem in einem Bett noch eine Mütze voll Schlaf nehmen . Abfahrt war 23:00 .Im Shop noch ein Bier besorgt und an Deck das Auslaufen mit angesehen.Dann gings in die Koje.Gegen 5:00 kam der Weckruf.Angetüttelt und ins Restaurant ordentlich gestärkt für die bevorstehende Tour.Pünktlich um 6:00 legte die Fähre an,bin gleich als erster runter.

Tag 2

Diesmal bin ich Richtung Ystad an der Küste lang gefahren .

 

Zwischendurch mal ein kleines Päuschen am Ostseestrand.

Dann weiter Richtung Kristianstadt.Die Strecke hat nichts aufregendes,man kann aber gemütlich cruisen und die Gegend genießen.In Kristianstad noch einen Geldautomaten um ein paar Kronen erleichtert (legal mit Karte smiley). In Schweden empfiehlt es sich Master oder Visacard dabei zu haben.Es wird fast überall mit Karte bezahlt. Aber ein Paar Kronen Bargeld dabei zu haben ist natürlich nicht verkehrt.Und es ist  günstiger diese mal eben in Schweden  am Automaten zu holen .Spart Wechselgebühren. Ich hab umgerechnet 100.-€ geholt,die sollten einige Zeit reichen.

Ab Kristianstad weiter kleine Landstraßen über Olofström/Almhult nach Lyungby genommen.Dort nochmal nachgetankt und weiter zum großen Bolmensee.War ein völliger Umweg ,aber ich habe Urlaub und die Strecke war echt cool,h

at sich schön gefahren.

Das Bolmenseengebiet ist genial,richtig was fürs Auge und die Straßenführung..genial,tolle Kurven ohne Ende,top Gegend und Schotterpisten.

Hab mich auf kleinen Straßen zum Storemosse Nat.Park geschlängelt. Anschließend doch noch ein kurzes Stück Schnellstraße bis Jönköpping runtergespult.Von dort aber wieder auf kleine Straßen nach Mühlsyi ausgewichen,ich mag keine Schnellstraßen.

Da ich zum Tiveden wollte mußte ich aber wieder größere Landstraßen mitnehmen bis nach Hjo,der Blick auf den riesigen Vättersee entschädigte aber . Ab da dann wieder kleine Pisten zum Tiveden Nat.Park ..

 

Gefunden hab ich dort den Stenkällegarden Zeltplatz.Schön gelegen am See. Eingescheckt und ein schönen Platz fürs Zelt gesucht. Herrlicher Blick über den See.

 Ca.17:00 und ungefähr 580 gefahrene Kilometer hab ich jetzt hinter mir.Ich denke Ihr stimmt mir zu das ich mir jetzt ein schönes Blondes gönnen darf.Die Sonne und den Ausblick noch einige Zeit genoßen und das schöne Gefühl bekommen : "angekommen" ,Yeah.

Für den nächsten Tag hab ich mir vorgenommen weniger Kilometer zu machen und mehr die Strecke zu genießen.Ich bin weit gekommen und habe als nächste Etappe 250 km vor mir. Ich möchte nach Mallingsbro ,dort wollte ich mich mit Kai-Uwe ,einen Deutschen Auswanderer und Enduristen treffen.

Tag 3:

Gegen 4:00 das erste mal aufgewacht,die Natur war schon in Gange,Vogelgezwitscher ohne Ende.Bin noch mal eingeschlafen,aber so um 6:30 hab ich mich doch aus den molligen Schlafsack geschält.Der Morgentau hat das Zelt von außen feucht gemacht.Aber es wehte eine kleine Brise vom See und die aufgehende Sonne wird das Zelt schon trocknen.In der Zeit Kaffe aufgesetzt und gefrühstückt.Das Zelt war dann auch schon trocken,alles zusammengerödelt,die Karte nochmal studiert,Strecke festgelegt.Wie ?? Karte?? Jepp,ich hab kein GPS,oder Navi dabei .Ich orientiere mich nach Kompaß und Karte ,also völlig altmodisch noch.Funzt aber .

Los gehts,Schotterpisten warten.Und davon hab ich auf den Weg nach Mallingsbro einige.Eine super Gegend,der Tag versprach toll zu werden.

Örebro werde ich umfahren,dadurch wird die Strecke dann doch länger,aber bringt mehr Spaß und dafür bin ich ja hier. Was einem unterwegs nicht alles so begegnet.

Kleiner Stop an einen der vielen Seen

Die Tour ist wirklich herrlich ,Sonne ,tolle Landschaft . Ich fahre und fahre ,schau auf die Karte und..hmm irgendwie muß ich die Straße nach Mallingsbro übersehen haben.Ich kam zu einer Kreuzung und beschloß anzuhalten.Gesagt getan,an den Straßenrand rangefahren,gebremst,Fuß links runter ,achne stell das Bike auf Seitenständer dachte ich .Also Fuß gewechselt nach rechts abstützen......

Das war mein Fehler !! Neben der Teerstraße war Schotter und der gab nach..ich trat sozusagen ins Leere.Das Bike neigte sich der rechte Fuß hatte keinen Halt . Ich konnte die Transalp nicht halten und kippte die Böschung neben der Straße runter.Unten angekommen rappelte ich mich sofort hoch,sah die Transe auf der Seite liegen und in meine Richtung rutschen.Fu... Adrenalin pumpte durch meinen Körper,hoch und versucht das Bike am rutschen zu hindern,geschafft.Sie lag aber so schief das Benzin aus dem Tank lief.Also mit dem Rücken gegen das Bike hände irgendwo hin und in die Waagerechte gebracht.Mehr ging aber nicht,höher bekam ich Sie nicht.Wenigstens kam kein Sprit mehr raus.Die bekomm ich nie hoch (beladen 250 KG..vergiß es).Da hielt eine Autofahrerin an und fragte was auf Schwedisch,Sie wollte helfen.Aber auch wir beide würden Sie nicht aufrichten können.Ich fingerte nach dem Zündschlüssel (aus war Sie ja) schaffte es und gab Ihr den Schlüssel.Die Frau hatte schon Handy in der Hand um Hilfe zu holen,da hielt ein zweiter Wagen an.Zwei Männer stiegen aus und sprangen sofort in den Graben und hielten mit mir die Transe.Ich versuchte mit Englisch (ich kann leider kein Schwedisch) in der Hoffnung das ich verstanden werde der Frau zu sagen: "Give me the Red Key " (der hang am Zündschlüssel) . Sie gab Ihn mir,die Männer hielten das Bike, wir verständigten uns mit Blicken,ich ließ langsam los,fingerte am Givi,bekam Ihn ab ,schupste Ihn zur Seite.Der Zweite war schwieriger,die Transe ruhte sich darauf aus.Ich konnte Ihn aber von der Halterung ausklinken.Mit wesendlich weniger Gewicht hievten wir Sie jetzt hoch.War kein leichtes.Aber wir schafften es.

Auf der Straße stand Sie damit noch nicht.Die beiden Männer hielten das Bike,ich rum und versucht zu starten,nach dem zweiten Versuch kam Sie,Gang rein und langsam hochdirigiert.Geschafft,Sie stand wieder fest.Ich war fix und alle,meine Helfer kamen zu mir "You ok??" "Yes Im ok". Aber mein Bike??!!

Ich traute mich gar nicht um Sie rumzugehen.Und als Ich Sie mir so ansah dachte ich:DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN ! Beide Spiegel waren nicht mehr dort wo Sie sein sollten und........ja nichts und.    Kaum zu glauben.   Die Transe lag hinten auf dem Givi,vorne hat sich der Tankrucksack schützend unter den Tank geworfen (dafür ist er doch da,oder?).Eine kleine Schramme,mehr nicht.

Meine Helferlein waren immer noch um mich besorgt,ich beruhigte Sie und bedankte mich herzlich bei Ihnen.Als Sie sahen das ich nichts hatte fuhren Sie dann doch weiter.

Ich sah mir nochmal das Bike an..nichts.Spiegel und Griffe waren schnell gerichtet (Der Vorteil wenn man diese Komponenten nicht total festzieht,sonst wären Griffe/Spiegel evtl.abgebrochen).Nochmal angelassen..läuft wie immer.Bleibt noch der tapfere Givi der unter Ihr lag.Also Böschung runter und hochgeholt,ok Schrammen hat er jetzt aber sonst nichts.Ein Alukoffer wäre wohl deformiert gewesen.Puh ich war immer noch fertig.Koffer wieder ran,Spiegel eingestellt und weiter.

Wäre mir sowas auf einer kaum befahrenen Schotterpiste passiert hätte ich ein großes Problem gehabt.Fazit:wenn man hier alleine reist sollte man mehr wie umsichtig sein und seine nächsten Schritte (wie passend laugh  ) gut überdenken,schon ein kleiner Fehler kann da böse Folgen haben.OK ist noch mal gut gegangen und mir eine Lehre gewesen.

Den Zeltplatz hab ich dann gefunden.War noch früh drann aber mir reichte es für heute.

 

Ok.Den Tag erstmal verdauen.

Auf dem Zeltplatz eingecheckt,Zelt aufgebaut und schön geduscht.Kai-Uwe hat sich auch noch nicht blicken lassen,wer weiß was dort dazwischengekommen ist.Leider hab ich seine Telenr. nicht eingespeichert..ärgerlich.Ich laß den Tag mit Reisetagebuch schreiben ausklingen und überlege wie ich morgen weiterfahre.

 

3. Tag

Heute hab ich noch keine Lust auf Frühstück und packe grade meine Sachen als das Handy bimmelt.Kai-Uwe ist am anderen Ende :"Hast Du meine SMS bekommen"?...nee hab ich nicht. Er hatte den Treffpunkt geändert und war auf der anderen Seite des Sees.Ich flux alles aufs Bike geschnallt und rüber (äh rumgefahren ).

Wir haben dann zusammengesessen ,gefrühstückt und viel geplaudert.Leider war die Zeit zu kurz .

Weitere Schotterpisten wollten erobert werden,es sollte Richtung Rosentorp gehen.Ein Tip von Eggi und Kai-Uwe ,die Gegend soll ideal für Endurowandern sein.Also los.Bin möglichst kleine Straßen gefahren,und wurde auch mit schönen Pisten belohnt.

 

In Borlänge nachgetankt und mich über RatCars gefreut .Amerikanische Autos sieht man in Schweden sehr oft,aber scheinbar sind Ratcars hier ein Modetrent.Habe davon einige zu Gesicht bekommen.

Irgendwie zog sich die Strecke.Sagte Kai-Uwe nicht was von 4 Std? Nun da war ich schon drüber.Egal mich treibt ja nichts.In Furudal angekommen kam eine Tanke mit Shop in Sicht.Besser nochmal nachtanken.Aber der Automat wollte meine Karte nicht.Karte nicht aczeptiert stan immer wieder auf dem Display.Dass nicht gut.Gut war das ein Shop da war und ich Bargeld bei hatte.Also Bargeld wählen ,tanken und im Shop zahlen.Ich fragte die Kassiererin nach den Weg nach Rosentorp.Sie kannte Ihn nicht so richtig und rief einen Kunden herbei .Der gute Man  konnte ein bissl Deutsch :" Nach Rosentorp"? Sah mich ungläubig an ."Äh ja" "Was willst Du da ?Da ist nichts,nur ein paar verrückte Deutsche." "Genau,da will ich hin". Er zeigte mir auf der Karte dann aber doch den Weg. "Ok,danke und bye verabschiedete ich mich." Er meinte noch :"Wenn Du es nicht findest,nicht schlimm,komm zurück und bleibe hier".OK,Thanks"

 

Hm was erwartet mich da.? Weiter ging es auf Schotter,nach ein paar Kilometern kam ich an eine Kreuzung,zwei drei Häuser standen da und ein Richtungssschild  -Rosentorp-  ,ah ich war richtig,links abgebogen und Gas.Die Gegend war einsam..sehr einsam und die Schotterpiste wurde richtig übel.Als wenn man durch ein neu aufgeschüttetes Kiesbett fährt.Anstrengend das Bike in der Spur zu halten.Ich fuhr schon eine kleine Ewigkeit..laut Karte hätte ich doch schon da sein müssen.Angehalten und Kai-Uwe angerufen.Nach seinen Schilderungen hab ich es verfehlt,ok,also zurück. Die Transalp nochmal über die üble Piste gescheucht....immer den Blick suchend nach einem weiteren Hinweisschild....nichts.Bis ich wieder bei den Häusern ankam.Na super frown. Da sah ich einen Mann mit Hund und fragte Ihn nach Rosentorp. "Rosentorp,the grazy Germans?" Oh man kannte Sie hier auch. Er zeigte in die Richtung aus der ich grad kam.Oh nee,nicht wirklich. "34 Kilometer,dann links. (in gebrochenem Deutsch)Du kannst aber auch hier campen (zeigte auf Sein Grunstück)....nicht gut jetzt zu fahren,wird dunkel,viele Tiere und die Road,its a schlechte (die kannte ich bereits)..vorsicht .Mich bedankt und die "Devil Road" ein weiteres mal unter die Räder genommen.Und nach 34 km (gefühlte 100)kam dann noch ein Schild :Rosentorp 7 Km. Toll ich war vorher 24 km gefahren..grrr.

Und dann war ich endlich da.Mitten im Nirgendwo,weit und breit nichts ,herrlich.Ich traf Karin auf dem Hof.Stellte mich vor und grüßte von Kai-Uwe.Ein bissl geplauscht und die Trapperlounge angemietet.Coole Hütte,kein Strom,Petroleumlampen,Ofen.Urgemütlich.

Blick in die Trapperlounge

Das ist es was ich liebe ,einfach,gemütlich,so muß das!

Jetzt noch eine Dusche und ne Büchse Singlessen (Ravioli),dann bin ich auch ko.Ein Schwedisches Dünnbier und ab in die Koje.Morgen wird die Gegend erkundet und,das ohne Gepäck.Freu mich drauf.In der Nacht kurz aufgewacht und gehorcht,oha ,draußen schüttet es richtig doll.Wieder in die Decke reingerollt und Regen Regen sein lassen.

 

4. Tag

Gegen 8:00 bin ich aus der Koje raus.Kurz vor die Tür gegangen und die herrliche Waldluft genossen.Es war noch neblig vom Regen.Macht nichts ,erstmal Frühstücken.Dann hab ich nach Karin und Uwe geschaut.Die Beiden saßen schon draußen am Frühstückstisch.Wir haben noch einen Kaffee zusammen getrunken und ein wenig geplauscht.Karin mußte sich dann noch aufs Ohr legen (Die beiden betreiben hier unter anderem eine Bäckerei und Karin ist seit 1:00 auf den Beinen um leckeres Brot/Brötchen zu backen).Auch Uwe hat auf dem Hof reichlich zu tun.Ich wollte auch los um die Gegend zu erkunden.Ich hatte mich bei Uwe noch erkundigt wegen Tankstellen.Nunja,die sind hier oben rar.Die nächste ist in Noppikoski,hat aber nicht immer Sprit,dann noch eine in Loos ca. 80 km weiter.Also erstmal Richtung Noppikoski.

Die Gegend um Rosentorp ist einmalig für das Endurowandern.Viel Wald,Sen ,Berge und vor allem Schoter,Schotter ohne Ende.Auch mit Dickschiffen sehr gut befahrbar.

 

In Noppikoski angekommen war ich erfreut,ein Mann befüllte sein Pickup..also gabs Sprit.Ich fütterte den Automaten mit meiner Karte....ups..no accept.. schreibt er aufs Display.nach dem dritten Versuch kam der Text :Bitte wenden Sie sich an Ihren Anbieter.Grmpf...Guthaben ist drauf,gültig ist Sie auch.Und bar zahlen geht hier nicht. Nun denn,also ab nach Loos in der Hoffnung dort das begehrte Nass zu bekommen.Im Tank plätscherte es ja noch und die Gegend ließ mich das Problem schnell vergessen.

 

Wieder ein Teilstück das leider der Waldrodung zum opfer fiel.Holz ist für Schweden eine wichtige Einnahmequelle.

Langsam näher ich mich nun auch Loos.Zeit wird es ,die Tanknadel ist fast im roten Bereich.Liegenbleiben wäre hier recht unlustig.In Loos angekommen fragte ich eine Einheimische nach der Tankstelle und fand Sie dann auch.Ohne die Info wäre ich wohl vorbeigefahren.

Tankstelle in Loos

Die Zapfsäule war mit Panzertape bewickelt..ohoh...aber zum Glück nur von einer Seite.auf der anderen waren Diesel und Benzin noch frei.Ein Blick zum Kartengerät ließ meinen Puls höher gehen..Out of Order stand da auf einen Zettel.Oh neee,trotzdem die Karte probiert...nichts.Da kam ein PKW,hielt ,ein Mann stieg aus ,zückte sein Portemonaie und schob Geld in einen Schlitz ,tanke und fuhr ab.OK ,die Kiste nimmt Bargeld ,gerettet.Kronen reingeschoben und vollgemacht.Leider gab der Kasten kein Wechselgeld raus.Hat mich der Liter dann so um die 2,50.-€ umgerechnet gekostet. Egal besser wie schieben.

Das ist schon ein beruhigendes Gefühl den Tank wieder voll zu haben.Dann kann ich die Gegend ja weiter erkunden.

Es ist einfach ein tolles Gefühl durch die einsamen Wälder zu fahren.Ich hatte am Anfang so ulkige blöde Gedanken :Was machste wenn das Bike liegenbleibt (Motor/Plattfuß oder ähnliche spaßige Sachen).....tja irgendwie keine richtige Antwort darauf gefunden. Das muß man einfach verdrängen.Wenn einem solche Dinge  laufend durch den Kopf gehen sollte man in Deutschland bleiben,da ist der ADAC schnell da. Wenn ein zuverlässiges Bike unterm Hintern ist,man sich Flickzeug und ein wenig Werkzeug einpackt sollte es schon passen. Erst dann machen solche Touren wirklich Spaß.

DasWetter war perfekt,und wenn ich an einem See vorbeifuhr hääte ich schon Lust reinzuspringen,aber leider war das Wasser noch zu kalt...

jedenfalls für mich Weichei.

Aber auch der schöne Tag neigt sich mal dem Ende.Langsam bin ich dann wieder Richtung Rosentorp gefahren.

Heute heißt es Klamotten packen,morgen früh geht es wieder los.Ziel ist 8.00 abritt. 

In Rosentorp angekommen meine Habseligkeiten in die Koffer gedrückt und aus den restlichen Nahrungsmitteln noch eine Mahlzeit gezaubert.Ein wenig die Karte studiert und mir Tourpunkte aufgeschrieben.

Hier noch ein paar Bilder von Rosentorp:

Blick von der Trapperlodge

Die Alaskalodge

Die ,ich übersetzt ma ;Fledermausstuga

Ein bissl Bodenfreiheit gepaart mit einem kräftigen Motor ist hier schon sinnvoll,auch im Winter ein zuverl#ßiges Fortbewegungsmittel,dank Allrad.

 

5. Tag

Der Wecker kannte kein Erbarmen und holte mich aus dem Schlaf. Schnell noch frisch gemacht,Käffchen getrunken..und fit.Anschließend von Karin verabschiedet,Uwe hab ich verpasst ,er war schon Brot ausliefern. 

Der Tag begann sehr neblig und ich war am überlegen ob ich mir Regensachen überpell,ach wo.Hätte ich mal doch gemacht,nach 5 km angehalten und es nachgeholt.Der Nebel war mittlerweile so dicht und fein das ich unweigerlich klitschnass geworden wäre.

Irgendwie zog sich die heutige Strecke.Der Nebel lichtet sich zwar und es wurde langsam wieder klar. Dafür fing es dann leicht an zu regnen,super.Die Tankanzeige ging auch langsam runter,ich mußte nachpumpen .Auf einer Tanke angehalten,mit mulmigen Gefühl-geht hier die Karte? Sie ging-puh-,Rüssel reingehalten und voll gemacht.Frohen Mutes weiter-regnet immer noch-erinnert mich an Schweden 2012.Hinter Örebro schlage ich Richtung Ostergötland ein.Ich hatte vor mir einen Zeltplatz zu suchen oder evtl. im Somennationalpark wild zu campen.Zwischendurch in einem Coop angehalten um meinen Magen auch was anzubieten.Die hatten lecker Grillhähnchen.Gleich ein ganzes mitgenommen,halbes jetzt und den rest abend,mit schön Baguette dabei-bin ja genügsam.Man war das lecker-knusprig und saftig.Upss...ich muß abends wirklich genügsam sein,nur das Baguette ist übrig.Nach weiteren  2Std.Regenfahrt hab ich den Plan verworfen.Ich werde bis Sandsyö fahren und mir ne Stuga nehmen.Die Zeit verging,ca um 19.30 war ich beim Camp.Zu!! Damnet.In der Nähe gab es ein Vandrahem (ähnlich unserer Jugendherbergen).Gesucht und gefunden.Ein Schwede hielt sich dort auf,konnte aber kein Deutsch oder Englisch und ich zu meiner Schande kein Schwedisch.An der Tür aber ein Zettel mit Telenr..Ok,einfach mal anrufen.Am anderen Ende Elge,so nannte er sich.Ich versuchte Ihm zu erklären das ich ein Zimmer bräuchte...er verstand mich aber nicht (ich muß dringend Schwedisch lernen). "Ok thank You,Goodbye"sagte ich und legte auf.Hmm und nu?? Keine 5 Min. später klingelte das Telefon..nanu?? Jemand meldete sich (den Namen verstand ich nicht) "Hey,wat dit you want?" "I,want a Room in the Vandrahem" . "Ok,wait 5 Min"!  "OK". Besagte 5 Min. kam Volvo über den Weg gerast.Ein junger Man stieg aus:"My Vather (Elge) give me your Number,he said a Man have a Problem". "Oh Yes,I need a Room Im 11 Hours on the Bike" "No Prob". Er zeigte mir ein Zimmer und gab mir den Schlüssel.Den sollte ich bei Abreise einfach in den Briefkasten werfen. "Good Night,and good biking". Das wars,schnell,einfach,unkompliziert und außerhalb der Öffnungszeiten. COOL.  Gute Nacht...ich bin ko.

6.Tag

Ich wach auf,schau raus und...Hey bin ich in London? Schon wieder Nebel.

Nun denn,gut und trocken hab ich ja geschlafen. Bike gesattelt und am übelegen wie ich weitermache.Der einsetztende Regen begeisterte mich auch nicht gerade.Ich beschloß Richtung Heimat zu fahrennvielleicht ist auf Rügen das Wetter besser und ich kann dort noch zwei Tage verweilen.

Unterwegs Richtung Malmö wurde es nicht besser.Ich grübelte ob ich über Gedser nach Rostock fahre oder von Trelleborg nach Saßnitz.Die erste Variante würde mich aber bei der Nässe nochmal ca 3 Std ans Bike fesseln,dann war noch ungewiß wann eine Fähre fährt.Von Trelleborg ging eine um 18:00,ich entschied mich dafür.Nachteil:Ich bin erst gegen 23:00 in Saßnitz.Was solls,kenn ich doch schon.

Irgendwann wurde es mal wieder Zeit zu tanken.Von der Straße aus sichtete ich eine und steuerte drauf zu.An der Tanke ein größerer Parkplatz.Was mir auffiel war das dort einige Sportwagen standen.Nach dem ich mit dem tanken fertig war wollte ich den Caffee to go den ich mir gegönnt habe auf dem Parkplatz ausschlürfen und mir die Sportwagen ansehen.Gesagt getan.Polizei mit Volvo und BMW Motorrädern waren auch vor Ort.Es kamen jetzt auch noch mehrere Sportwagen an.Wass denn hier los?Ein Treffen?

 

Man schau sich den Typ rechts im Bild an....lässig was? Ein Polizist im Dienst

Ein weiteres Fahrzeug kam:

Hammer,was das denn ?? Ich wurde neugierig und ging auf den lässigen Typen zu.Ich versuchte in Englisch zu erfragen was hier abgeht.Nach meinem ersten Satz fragt er mich :"You from Germany?" Äh.."Yes" (man ist mein Englisch so schlecht?).Er erklärte mir (auf gutem Deutsch) das dieses Treffen jeden Monat stattfindet .Der Sinn des Treffens ist: Man kann mit diesen Sportwagen mitfahren,jedes dieser Fahrzeuge hat eine Dose an Bord und man kann nach der Fahrt dort eine Spende einwerfen.Diese Spenden aus den Dosen werden zusammengelegt werden bedürftigen Kindern übergeben.Die Besitzer der Fahrzeuge legen dann einen teil mit drauf. Schöne Idee wie ich finde.

Aber auch über dieses Monster von Auto wollte ich mehr wissen : Es ist ein Ford V8 umgebaut in Israel (gepanzert) voll mit Technik und für Sondereinsätzte der Polizei .Davon gibs in Schweden 3 Stück.

Ich schaute dem Treiben noch ein wenig zu und ging wieder auf die Piste.    

Gegen 14:00 schlug ich in Trelleborg auf,am Fährhafen das Ticket besorgt ......ja und nu ???Es regnete immer noch .Am Hafen keine Möglichkeit sich unterzustellen.Also in die Stadt.Auch dort nichts weiter.Ich wußte von einem Parkplatz in der Nähe des Hafens,also hingedüst.Dort war ein kleiner Infostand unter dem mein Bike und ich Platz hatten.

Der Regen ließ langsam nach

Absolut nicht das was man von einem Reisewetter erwartet.

Ich nutzte die Wartezeit um meine Kette ein wenig zu ölen und das Bike zu checken.

Pünktlich bin ich dann zum Fähranleger ,noch ein bissl gewartet und rauf aufs Schiff.Die Fähre war sehr leer,so das ich genügend Platz hatte mich breit zu machen und ein wenig zu schlafen.

In Saßnitz angekommen sah es nicht besser aus.Regensachen angezogen (sicherer ist das) vollgetankt und Richtung Heimat.Unterwegs kam auch das "schöne Nass" wieder.Aber ich war gut eingepackt und blieb trocken.Ich habe ca bis 4:30benötigt bis ich zu Hause eingetroffen war.Boh Ey so lange..ja es war richtig kalt unterwegs,so das ich mich an einer Tanke bei Käffchen aufgewärmt habe.Und bei Regen in der Nacht rase ich nicht.Im Lichtkegel auf der Autobahn habe ich am Straßenrand einige Rehe gesehen,deshalb lieber langsam und sicherer fahren.Bei 120-oder schneller so einem Tier mit vollgepackten Bike bei nasser Fahrbahn auszuweichen.....na ich weiß nicht ob das klappt,zumal ich ja einige Zeit unterwegs war und dann auch nicht mehr so die Reaktion hab.

Mein Fazit dieser Reise: Schweden finde ich einfach cool zum Endurowandern.Was mich eben stört ist die Anreise mit der Fähre ,ok geht auch über Dänemark ist dann aber auch länger.Und das Ich dieses Jahr wieder einmal Pech mit dem Wetter hatte.Aber sonst schon ein Erlebnis.Und es wird nicht das letzte mal sein.

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